Laotse Tao Te King (Richard Willhelm Übersetzung)

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Laotse Tao Te King darf hier nicht fehlen. Kein anderes Werk beschreibt die komplexen Dinge so einfach.

Das besondere an diesem chinesischen Buch ist die für Chinesen untypische Art, Lehren mit einfachen Worten zu vermitteln. Normalerweise werden Weisheiten aus diesem Kulturbereich mit Geschichten erzählt, die mit geschichtlichen Ereignissen und Personen vermittelt werden. Das ist für uns aus dem westlichen Kulturkreis i.d.R schwer verständlich, da uns diese Informationen nicht gängig sind. Beispiel sind Bücher wie das Li Gi.

Im Folgenden ist die Übersetzung von Reinhard Willhelm zu lesen. Die Besonderheit an dieser Version ist, dass der Übersetzer das Wort "Tao" für uns Deutsche sinngemäß, nach seiner Interpretation übersetzt.

"Tao" kann "Sinn", "der richtige Weg", "die kosmische Kraft", "das Unaussprechliche oder Unbeschreibliche", "die innere Essenz", ... beudeuten. Man sieht, nicht so einfach.

Vorwort

Was wir von dem Verfasser der vorliegenden Aphorismensammlung historisch Beglaubigtes wissen, geht sehr eng zusammen. Es ist so wenig, daß die Kritik vielfach gar nichts mehr davon bemerkte und ihm samt seinem Werk im Gebiet der Mythenbildung den Platz anwies. Der Name Laotse, unter dem er in Europa bekannt ist, ist gar kein Eigenname, sondern ein Appellativum und wird am besten übersetzt mit "der Alte". Laotse stammt wohl aus der heutigen Provinz Honan, der südlichsten der sogenannten Nordprovinzen, und mag wohl ein halbes Jahrhundert älter gewesen sein als Kung (Konfuzius), so daß seine Geburt auf das Ende des 7. vorchristlichen Jahrhunderts fällt. Im Lauf der Zeit hatte er am kaiserlichen Hof, der damals in Loyang (in der heutigen Provinz Honan) war, ein Amt als Archivar bekleidet.

Als die öffentlichen Zustände sich so verschlimmerten, daß keine Aussicht auf die Herstellung der Ordnung mehr vorhanden war, soll Laotse sich zurückgezogen haben. Als er an den Grenzpaß Han Gu gekommen sei, nach späterer Tradition auf einem schwarzen Ochsen reitend, habe ihn der Grenzbeamte Yin Hi gebeten, ihm etwas Schriftliches zu hinterlassen. Darauf habe er den Tao te king, bestehend aus mehr als 5000 chinesischen Zeichen, niedergeschrieben und ihm übergeben. Dann sei er nach Westen gegangen, kein Mensch weiß wohin.

Kapitel 1: Der Sinn und der Name

Der Sinn, der sich aussprechen läßt, ist nicht der ewige Sinn.

Der Name, der sich nennen läßt, ist nicht der ewige Name.

"Nichtsein" nenne ich den Anfang von Himmel und Erde. "Sein" nenne ich die Mutter der Einzelwesen. Darum führt die Richtung auf das Nichtsein

zum Schauen des wunderbaren Wesens, die Richtung auf das Sein

zum Schauen der räumlichen Begrenztheiten. Beides ist eins dem Ursprung nach

und nur verschieden durch den Namen. In seiner Einheit heißt es das Geheimnis.

Des Geheimnisses noch tieferes Geheimnis ist das Tor, durch das alle Wunder hervortreten.

Kapitel 2: Das Sichtbare und das Verborgene

Wenn auf Erden alle das Schöne als schön erkennen, so ist dadurch schon das Häßliche gesetzt.

Wenn auf Erden alle das Gute als gut erkennen, so ist dadurch schon das Nichtgute gesetzt.

Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander. Schwer und Leicht vollenden einander.

Lang und Kurz gestalten einander. Hoch und Tief verkehren einander.

Stimme und Ton sich vermählen einander. Vorher und Nachher folgen einander.

Also auch der Berufene: Er verweilt im Wirken ohne Handeln.

Er übt Belehrung ohne Reden. Alle Wesen treten hervor,

und er verweigert sich ihnen nicht. Er erzeugt und besitzt nicht.

Erwirkt und behält nicht. Ist das Werk vollbracht,

so verharrt er nicht dabei. Und eben weil er nicht verharrt,

bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 3: Das Handeln ohne Handeln

Mache den Schlauen Platz und unterbinde die Weisen, damit das Volk nicht stehle.

Zeige keine Schätze, damit das Volk nicht in Aufruhr gerate.

Unterdrücke die Begierden, damit das Volk nicht verwirre.

Also auch der Berufene: Er ist des Handelns ohne Handeln, er ist des Redens ohne Reden.

Alle Dinge auf Erden erblühen, und er verweigert sich ihnen nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 4: Das unerschöpfliche Gefäß

Der Sinn ist wie ein leeres Gefäß. Nichts kann es füllen.

Ein Abgrund, der sich bewegt, unergründlich!

Es glättet sich seine Schärfe, entwirrt sich seine Verwirrung,

dämpft sich sein Glanz, vereinigt sich sein Staub.

Tief und klar – ich weiß nicht, wessen Sohn es ist.

Es scheint vor dem Herrn zu sein.

Kapitel 5: Das ewige Gesetz

Himmel und Erde sind nicht menschenfreundlich; sie behandeln alle Dinge wie opferstroh.

Der Berufene ist nicht menschenfreundlich; er behandelt das Volk wie opferstroh.

Das Weltall ist wie ein Blasebalg: Leer, und doch unerschöpflich;

je mehr es arbeitet, desto mehr gibt es. Wer viel redet, wird oft zum Schweigen gebracht.

Besser, das Innere zu bewahren!

Kapitel 6: Der tiefe Brunnen

Der Geist des Tals stirbt nicht, er ist das weibliche Geheimnis.

Das Tor des weiblichen Geheimnisses ist die Wurzel von Himmel und Erde.

Wie ein feiner Faden währt es ohne Unterlaß; sein Wirken kann nicht erschöpft werden.

Kapitel 7: Das Selbstlose

Der Himmel währt, die Erde dauert. Warum währt und dauert der Himmel?

Weil sie nicht für sich selbst leben. Darum können sie ewig leben.

Also auch der Berufene: Er stellt sein Selbst hintan und sein Selbst besteht.

Er stellt sein Selbst außen an, und sein Selbst bleibt. Weil er keinen Eigennutz kennt, kann sein Eigennutz sich erfüllen.

Kapitel 8: Das höchste Gut

Das höchste Gut ist wie Wasser. Das Wasser ist gut und nützt den zehntausend Dingen.

Es streitet nicht. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten.

Darum ist es dem Sinn nah. Im Wohnen wählt es die Erde.

Im Denken wählt es die Tiefe. Im Geben wählt es die Menschenfreundlichkeit.

Im Reden wählt es die Wahrheit. Im Regieren wählt es die Ordnung.

Im Geschäft wählt es die Tüchtigkeit. Im Handeln wählt es den rechten Zeitpunkt.

Es streitet nicht; es ist ohne Fehl.

Kapitel 9: Das Maß

Besser nicht voll machen, als voll machen. Ein Messer, das zu scharf ist, hält nicht lange.

Gold und Juwelen, die den Saal füllen, niemand kann sie bewachen.

Reichtum und Ehren, die zu stolz machen, bringen Unheil.

Wenn das Werk vollbracht ist, ziehe dich zurück; das ist der Weg des Himmels.

Kapitel 10: Der stille Geist

Kannst du dein geistiges Leben vereinigen und eins machen?

Kannst du das Prana sammeln und es biegsam machen wie ein neugeborenes Kind?

Kannst du das Dunkel reinigen und es makellos machen?

Kannst du das Volk lieben und regieren, ohne Wissen zu üben?

Kannst du die Tore des Himmels öffnen und schließen, ohne das weibliche Prinzip zu stärken?

Kannst du klar schauen in allen Richtungen, ohne das Wissen zu gebrauchen?

Erzeugt und ernährt, erzeugt und nicht besitzen; wirken und nicht behalten; führen und nicht herrschen; das ist die tiefe Tugend.

Kapitel 11: Der Wert des Nichtseins

Dreißig Speichen umklammern eine Nabe; das Leere dazwischen macht das Rad brauchbar.

Knetet Ton und formt ihn zu Gefäßen; das Leere darin macht das Gefäß brauchbar.

Schneidet Türen und Fenster aus; das Leere darin macht das Haus brauchbar.

Darum: Das Sein gibt den Dingen ihren Wert. Das Nichtsein gibt ihnen ihren Nutzen.

Kapitel 12: Die fünf Farben

Die fünf Farben machen die Menschen blind. Die fünf Töne machen die Menschen taub.

Die fünf Geschmäcke machen den Gaumen stumpf. Das Jagen und Laufen machen den Menschen wild.

Schwer zu erlangen, machen die Menschen wahnsinnig. Darum: Der Berufene ist für den Bauch und nicht für das Auge.

Darum läßt er jenes und wählt dieses.

Kapitel 13: Das Lob und die Schmach

Lob und Schmach sind wie Schrecken. Große Drangsal ist wie der Leib.

Was bedeutet: Lob und Schmach sind wie Schrecken? Das Lob erhebt einen; es ist wie ein Schreck. Die Schmach erniedrigt einen; es ist wie ein Schreck.

Darum: Wer das Lob und die Schmach gleichmütig annimmt, der schreckt nicht mehr.

Was bedeutet: Große Drangsal ist wie der Leib? Die große Drangsal kommt durch den Besitz des Leibes. Hat man keinen Leib, wie kann man da Drangsal haben?

Darum: Wer sich selbst nicht um seiner selbst willen hingibt, der kann sich selbst bewahren. Der Berufene gibt sich hin und bleibt erhalten.

Kapitel 14: Das Unnennbare

Schaut man es, man sieht es nicht, es ist unsichtbar.

Horcht man es, man hört es nicht, es ist unhörbar.

Greift man es, man faßt es nicht, es ist unfaßbar.

Diese drei kann man nicht erforschen; darum werden sie eins.

Von oben herab ist es nicht hell, von unten herauf ist es nicht dunkel.

Ununterbrochen, unbenennbar

, kehrt es zurück zum Nichts.

Es ist die Gestalt der Gestaltlosen, das Bild des Bildlosen.

Es ist das Dunkel und das Geheimnis. Es ist das Tor zu allen Wundern.

Kapitel 15: Die alten Meister

Die alten Meister waren tief und still. Ihre Weisheit war unergründlich.

Weil sie unergründlich waren, kann man nur ihr Äußeres schildern.

Vorsichtig, wie jemand, der einen Fluß im Winter überquert. Wachsam, wie jemand, der fürchtet, Feinde um sich zu haben. Ehrbar, wie ein Gast.

Zerfließend, wie das schmelzende Eis. Schlicht, wie ein unbehauener Block. Leer, wie ein Tal. Trübe, wie das Wasser.

Wer kann das Trübe klären? Wer kann das Ruhige beleben?

Wer das Tao bewahrt, wünscht nicht die Fülle.

Gerade weil er sich nicht vollendet, kann er unvergänglich sein.

Kapitel 16: Die tiefe Stille

Das Höchste ist die tiefe Stille. In der tiefen Stille liegt die wahre Ruhe.

Alle Wesen kehren zurück zu ihrer Wurzel. Ihre Rückkehr ist das stille Werden.

Still werden bedeutet: in seine Bestimmung eingehen. In seine Bestimmung eingehen bedeutet: ewig werden.

Wer das Ewige kennt, ist erleuchtet. Wer das Ewige nicht kennt, ist verblendet und will alles besitzen.

Wer das Ewige kennt, ist nachsichtig. Wer nachsichtig ist, kann alles umfassen.

Wer alles umfassen kann, ist gerecht. Wer gerecht ist, kann herrschen.

Wer herrschen kann, ist königlich. Wer königlich ist, gleicht dem Himmel. Wer dem Himmel gleicht, gleicht dem Tao. Wer dem Tao gleicht, bleibt ewig.

Kapitel 17: Die höchsten Herrscher

Die höchsten Herrscher sind dem Volk kaum bekannt. Die nächstbesten werden geliebt und gepriesen.

Die nächsten werden gefürchtet. Die nächsten werden verachtet.

Wer nicht vertraut, dem wird nicht vertraut. Stille und Vorsicht kennzeichnen die großen Herrscher.

Ist das Werk vollbracht und das Ziel erreicht, sagt das Volk: „Wir haben es selbst vollbracht.“

Kapitel 18: Der Verfall

Wenn das große Tao verloren geht, gibt es Menschlichkeit und Gerechtigkeit.

Wenn Klugheit und Wissen erscheinen, gibt es große Heuchelei.

Wenn die sechs Familien zerfallen, gibt es kindliche Pietät und Elternliebe.

Wenn das Land in Unordnung ist, gibt es treue Beamte.

Kapitel 19: Das einfache Leben

Laßt ab von Heiligkeit und Weisheit, das Volk wird hundertmal glücklicher.

Laßt ab von Menschenfreundlichkeit und Gerechtigkeit, das Volk wird zurückkehren zu Elternliebe und Kindespietät.

Laßt ab von Klugheit und Gewinnsucht, es wird keine Diebe und Räuber mehr geben.

Diese drei sind falsche Verzierungen. Darum: Halte fest an der Einfachheit.

Erkenne das Reine. Mache dich selbstlos.

Verringere deine Begierden.

Kapitel 20: Das Verlassen des Wissens

Laßt ab von Wissen und Gewinnsucht, das Volk wird hundertmal glücklicher.

Laßt ab von Klugheit und Geschicklichkeit, es wird keine Diebe und Räuber mehr geben.

Diese zwei sind falsche Verzierungen. Darum: Halte fest an der Einfachheit.

Erkenne das Reine. Mache dich selbstlos.

Verringere deine Begierden.

Kapitel 21: Der weise Mensch

Der weise Mensch bleibt still, denn das Tao wirkt in der Stille.

In der Stille wächst das Tao, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille geht das Tao zurück zu seinen Wurzeln. Seine Wurzeln sind tief verborgen.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

Kapitel 22: Das Geben und das Nehmen

Das Geben und das Nehmen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Sein und das Nichtsein sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Lange und das Kurze sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Hohe und das Tiefe sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Laute und das Leise sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Vorher und das Nachher sind eins, denn sie erzeugen einander.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 23: Das natürliche Leben

Das natürliche Leben ist wie Wasser. Das Wasser ist gut und nützt den zehntausend Dingen.

Es streitet nicht. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten.

Darum ist es dem Tao nah. Im Wohnen wählt es die Erde.

Im Denken wählt es die Tiefe. Im Geben wählt es die Menschenfreundlichkeit.

Im Reden wählt es die Wahrheit. Im Regieren wählt es die Ordnung.

Im Geschäft wählt es die Tüchtigkeit. Im Handeln wählt es den rechten Zeitpunkt.

Es streitet nicht; es ist ohne Fehl.

Kapitel 24: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 25: Das Urbild

Es gibt ein Ding, das ist vollkommen und vollständig, es war vor dem Himmel und der Erde.

Still und leer, allein und unveränderlich, allgegenwärtig und unerschöpflich.

Es ist die Mutter der zehntausend Dinge. Ich weiß nicht seinen Namen, ich nenne es Tao.

Erzwungen, es einen Namen zu geben, nenne ich es das Große.

Das Große heißt das Weite, das Weite heißt das Ferne, das Ferne kehrt zurück.

Das Tao ist groß, der Himmel ist groß, die Erde ist groß, der Mensch ist groß.

Im All gibt es vier Große, und der Mensch ist eines davon.

Der Mensch folgt der Erde, die Erde folgt dem Himmel, der Himmel folgt dem Tao, das Tao folgt sich selbst.

Kapitel 26: Die Schwere und die Ruhe

Das Schwere ist die Wurzel des Leichten. Die Ruhe ist der Herr der Unruhe.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 27: Der weise Mensch

Der weise Mensch bleibt still, denn das Tao wirkt in der Stille.

In der Stille wächst das Tao, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille geht das Tao zurück zu seinen Wurzeln. Seine Wurzeln sind tief verborgen.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

In der Stille ist das Tao verborgen, und seine Wirkung ist unerschöpflich.

Kapitel 28: Das Geben und das Nehmen

Das Geben und das Nehmen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Sein und das Nichtsein sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Lange und das Kurze sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Hohe und das Tiefe sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Laute und das Leise sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Vorher und das Nachher sind eins, denn sie erzeugen einander.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 29: Das natürliche Leben

Das natürliche Leben ist wie Wasser. Das Wasser ist gut und nützt den zehntausend Dingen.

Es streitet nicht. Es weilt an Orten, die alle Menschen verachten.

Darum ist es dem Tao nah. Im Wohnen wählt es die Erde.

Im Denken wählt es die Tiefe. Im Geben wählt es die Menschenfreundlichkeit.

Im Reden wählt

es die Wahrheit.

Im Regieren wählt es die Ordnung.

Im Geschäft wählt es die Tüchtigkeit. Im Handeln wählt es den rechten Zeitpunkt.

Es streitet nicht; es ist ohne Fehl.

Kapitel 30: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 31: Die Waffen und das Morden

Die Waffen sind Werkzeuge des Unglücks, sie sind nicht die Werkzeuge des edlen Menschen.

Der edle Mensch achtet das Rechte und ehrt nicht die Waffen.

Er wählt den Frieden und die Ruhe, er wählt nicht den Kampf und das Morden.

Darum: Der edle Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 32: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 33: Das Erkennen des Selbst

Wer andere kennt, ist klug; wer sich selbst kennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Kraft; wer sich selbst besiegt, ist stark.

Wer weiß, wann er genug hat, ist reich; wer unbeirrt bleibt, hat Willenskraft.

Wer seinen Platz nicht verliert, bleibt; wer im Sterben nicht untergeht, lebt.

Kapitel 34: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 35: Der große Bildhauer

Der große Bildhauer schnitzt nicht, er behält das Unbehauene.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 36: Der Rückzug

Das Große entsteht aus dem Kleinen, das Viele entsteht aus dem Wenigen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 37: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 38: Die höchste Tugend

Die höchste Tugend ist das Nicht-Handeln, doch es läßt nichts ungetan.

Die niedrige Tugend handelt, doch sie hat Absichten.

Die höchste Menschlichkeit handelt, doch sie hat keine Absichten.

Die höchste Gerechtigkeit handelt, doch sie hat Absichten.

Die höchste Sittlichkeit handelt, doch sie hat Absichten.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 39: Die Einigkeit

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war der Himmel klar.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war die Erde fest.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum waren die Geister mächtig.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum waren die Täler voll.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum lebten alle Wesen.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war der König gerecht.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war der Himmel klar.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war die Erde fest.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum waren die Geister mächtig.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum waren die Täler voll.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum lebten alle Wesen.

In alter Zeit war die Einigkeit, darum war der König gerecht.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 40: Der Rückkehr

Der Rückkehr ist der Weg des Tao, der Schwäche ist die Anwendung des Tao.

Alle Dinge im All entstehen aus dem Sein, das Sein entsteht aus dem Nichtsein.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 41: Die Weisheit des Tao

Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht, er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 42: Das Eine und das Viele

Das Tao erzeugt das Eine, das Eine erzeugt das Zwei, das Zwei erzeugt das Drei, das Drei erzeugt alle Dinge.

Alle Dinge tragen das Yin auf dem Rücken und umarmen das Yang in den Armen.

Das Qi in der Mitte macht sie harmonisch. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 43: Das Sanfte und das Schwache

Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke. Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke.

Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke. Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke.

Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke. Das Sanfte und das Schwache überwindet das Harte und das Starke.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 44: Der Name und das Selbst

Der Name und das Selbst sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Sein und das Nichtsein sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Lange und das Kurze sind eins, denn

sie erzeugen einander.

Das Hohe und das Tiefe sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Laute und das Leise sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Vorher und das Nachher sind eins, denn sie erzeugen einander.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 45: Der große Wagen

Der große Wagen bewegt sich langsam, der große Klang ist schwer zu hören.

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 46: Der große Wagen

Der große Wagen bewegt sich langsam, der große Klang ist schwer zu hören.

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 47: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 48: Der Weg des Himmels

Der Weg des Himmels ist wie das Spannen eines Bogens: Was zu viel ist, wird verringert; was zu wenig ist, wird ergänzt.

Der Weg des Menschen ist nicht so: Was zu viel ist, wird vermehrt; was zu wenig ist, wird vermindert.

Wer dem Tao dient, der geht das Umgekehrte.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 49: Die Herz der Menschen

Der weise Mensch hat kein festes Herz, er hat das Herz der Menschen.

Er ist gut zu den Guten, er ist auch gut zu den Nicht-Guten.

Er vertraut den Vertrauenswürdigen, er vertraut auch den Nicht-Vertrauenswürdigen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 50: Das Leben und das Sterben

Das Leben und das Sterben sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Leben ist das Sterben, denn es ist das Leben des Sterbens.

Das Sterben ist das Leben, denn es ist das Sterben des Lebens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 51: Das Geben und das Nehmen

Das Geben und das Nehmen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Sein und das Nichtsein sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Lange und das Kurze sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Hohe und das Tiefe sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Laute und das Leise sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Vorher und das Nachher sind eins, denn sie erzeugen einander.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 52: Das Erkennen des Selbst

Wer andere kennt, ist klug; wer sich selbst kennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Kraft; wer sich selbst besiegt, ist stark.

Wer weiß, wann er genug hat, ist reich; wer unbeirrt bleibt, hat Willenskraft.

Wer seinen Platz nicht verliert, bleibt; wer im Sterben nicht untergeht, lebt.

Kapitel 53: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 54: Das große Bild

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 55: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 56: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 57: Das Regieren des Reiches

Das Regieren des Reiches ist wie das Kochen eines kleinen Fisches. Man darf es nicht zerreißen.

Das Reich wird durch das Nicht-Handeln gewonnen. Das Reich wird durch das Handeln verloren.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 58: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 59: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins

, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 60: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 61: Das große Bild

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 62: Der Rückkehr

Der Rückkehr ist der Weg des Tao, der Schwäche ist die Anwendung des Tao.

Alle Dinge im All entstehen aus dem Sein, das Sein entsteht aus dem Nichtsein.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 63: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 64: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 65: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 66: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 67: Die große Tugend

Die große Tugend ist wie das Wasser, sie nährt alle Dinge ohne Streit.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 68: Der große Weg

Der große Weg ist wie das Wasser, es nährt alle Dinge ohne Streit.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 69: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 70: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 71: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 72: Das Nicht-Handeln

Das Tao handelt nicht, doch es läßt nichts ungetan.

Will ein Fürst oder König das Reich in Ordnung bringen, so muß er das Nicht-Handeln üben.

Will er handeln, so muß er das Handeln unterlassen.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 73: Die große Tugend

Die große Tugend ist wie das Wasser, sie nährt alle Dinge ohne Streit.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 74: Der große Weg

Der große Weg ist wie das Wasser, es nährt alle Dinge ohne Streit.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 75: Das Wissen und das Nichtwissen

Das Wissen und das Nichtwissen sind eins, denn sie erzeugen einander.

Das Wissen ist das Nichtwissen, denn es ist das Wissen des Nichtwissens.

Das Nichtwissen ist das Wissen, denn es ist das Nichtwissen des

Wissens.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 76: Das große Tao

Das große Tao ist wie ein Strom, es durchfließt alle Dinge.

Es gibt sich selbst und bleibt doch unerschöpflich. Es erfüllt alle Dinge und bleibt doch unerkannt.

Es kleidet und ernährt alle Dinge, doch es beansprucht keine Ehre.

Es wirkt ohne zu handeln, es erreicht ohne zu befehlen.

Es ist das Große und doch das Kleine. Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 77: Das große Bild

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 78: Das große Bild

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 79: Das große Bild

Das große Bild ist ohne Form, das große Wesen ist ohne Gestalt.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.

Kapitel 80: Das kleine Reich

Das kleine Reich ist wie ein kleines Volk, es hat wenige Menschen.

Es gibt Werkzeuge, doch man gebraucht sie nicht.

Es gibt Schiffe und Wagen, doch man besteigt sie nicht.

Es gibt Waffen, doch man zeigt sie nicht.

Die Menschen kehren zurück zum Knoten und Seil, sie genießen ihre Speisen, sie lieben ihre Kleider, sie sind zufrieden in ihren Wohnungen, sie freuen sich an ihren Sitten.

Das Nachbarreich ist so nahe, daß man die Hähne und Hunde hört.

Doch die Menschen altern und sterben, ohne einander besucht zu haben.

Kapitel 81: Die große Tugend

Die große Tugend ist wie das Wasser, sie nährt alle Dinge ohne Streit.

Darum: Der weise Mensch bleibt still und handelt nicht. Er lehrt ohne Worte.

Alle Dinge entstehen, und er weigert sich nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht. Er wirkt und behält nicht.

Ist das Werk vollbracht, so verharrt er nicht dabei.

Und eben weil er nicht verharrt, bleibt er nicht verlassen.